Freidenker kritisieren Kirchenstaatsvertrag | Drucken |  E-Mail
Donnerstag, den 15. Januar 2009 um 21:16 Uhr
Der Deutsche Freidenker-Verband e.V., Landesverband Nord e.V., hat den Abschluss eines Kirchenstaatsvertrages zwischen dem Land Schleswig-Holstein und der katholischen Kirche kritisiert. Der am 12. Januar in Kiel unterzeichnete Vertrag sichert der katholischen Kirche u. a. Zuschüsse für die Pfarrerbesoldung von 190 000 Euro. Als Weltanschauungsgemeinschaft, Kulturorganisation und Interessenvertretung konfessionsfreier Menschen, fordert der Deutsche Freidenker-Verband die strikte Trennung von Kirche und Staat.

Zum Kirchenstaatsvertrag erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Nord, Cornelius Kaal: »Religion ist Privatsache. Der Staat ist zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet. Die kirchlichen Privilegien müssen abgeschafft werden, dies heißt auch, dass sich die Kirchen selber finanzieren müssen. Die Kirchen müssen nach dem Vereinsrecht und nicht nach öffentlichen Recht behandelt werden.«
 
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