Freidenker begrüßen Initiative der Linksfraktion für Ethikunterricht | Drucken |  E-Mail
Freitag, den 05. Februar 2010 um 23:00 Uhr
Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Niedersächsischen Landtag, Christa Reichwaldt, hat die Einführung eines konfessionsunabhängigen Ethikunterricht als Pflichtfach gefordert. „Ein gemeinsamer konfessionsunabhängiger Ethikunterricht fördert die Integration und Tolerant“, wird Reichwaldt im Pressedienst ihrer Partei zitiert.

Der Deutsche Freidenker-Verband e.V., Landesverband Nord e.V., begrüßt diese Initiative ausdrücklich. Damit wird eine langjährige Forderung der Freidenker aufgegriffen. Als Weltanschauungsgemeinschaft, Kulturorganisation und Interessenvertretung der Konfessionsfreien, tritt der Freidenkerverband für eine strikte Trennung von Staat und Kirche, Schule und Kirche ein. Im Gegensatz zur Linksfraktion lehnt der Verband allerdings ein Ersatzfach Religion ab.

Der stellvertretende Landesvorsitzende Cornelius Kaal (Bienenbüttel) stellt fest: »Religion ist Privatsache und hat in der Schule nichts verloren. Es steht der Kirche frei, außerhalb der Schule Religionsunterricht für seine Mitglieder anzubieten. Diesen müssen die Kirchen dann aber auch selbst finanzieren.«
 
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