| Landeskonferenz des DFV-Nord e.V.: Angelika Scheer und Cornelius Kaal wiedergewählt | | Drucken | |
| Sonntag, den 25. Januar 2009 um 12:01 Uhr |
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Angelika Scheer (60) aus Hamburg wurde auf einer Landeskonferenz in Lübeck als Vorsitzende des Landesverbandes Nord des Deutschen Freidenker-Verbandes e.V. (DFV) einstimmig wiedergewählt. Ebenfalls einstimmig bestätigt wurde Cornelius Kaal (52) aus Bienenbüttel als ihr Stellvertreter.
Die Konferenz, die im Gewerkschaftshaus der Hansestadt durchgeführt wurde, diskutierte die in den letzten drei Jahren geleistete Arbeit und fasste Beschlüsse für die weitere Tätigkeit des Landesverbandes. Einstimmig verabschiedete die Teilnehmer einen Antrag an den im Mai in Berlin tagenden Verbandstag des Deutschen Freidenker-Vebandes, in dem der Austritt des DFV aus dem im November des letzten Jahres gegründeten Koordinierungsrat säkularer Organisationen (Korso) gefordert wird. Weitere Anträge an den Verbandstag, an dem aus dem Landesverband vier Delegierte teilnehmen werden, befassen sich mit der Qualifizierung der Öffentlichkeitsarbeit. Den Rechenschaftsbericht des Landesvorstandes erstattete Angelika Scheer. Der Landesverband versuchte mit Seminaren, Veranstaltungen und Exkursionen ein für Mitglieder und Nahestehende attraktives Verbandsleben zu entwickeln. Der Deutsche Freidenker-Verband ist Weltanschauungsgemeinschaft, Kulturorganisation und Interessenvertretung konfessionsfreier Menschen. Als solche tritt der DFV für die strikte Trennung von Kirche und Staat, Kirche und Schule ein. Nach dem Willen des DFV soll an die Stelle des Unterrichtsfachs Religion ein für alle Schüler verbindliches Unterrichtsfach Ethik treten. Trotz dieser weitergehenden Forderung, unterstützt der Freidenkerverband eine Elterninitiative in Schleswig-Holstein, die Ethik als gleichberechtigtes Fach neben Religion einfordert. Der Landesveband unterstützt die Jugendweihearbeit, die in Hamburg und Umgebung im nächsten Jahr ihr 120jähriges Jubiläum feiert und führt selber Namensweihen durch. Angeregt wurde, sich künftig auch stärker der weltlichen Trauer- und Besattungskultur zu widmen. Begrüßt wurde, dass es in absehbarer Zeit zu einem Gesetz kommen soll, welches die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen regelt. Damit würde eine langjährige Forderung des DFV erfüllt. Verabschiedet wurde eine Erklärung des Landesverbandes, in der emanzipatorische Prozesse in Südamerika unterstützt werden. Der Landesverband Nord des DFV umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und das nördliche Niedersachsen. |

